Entwicklung

Entwicklung des eigenen Selbst

Aufgrund der Tatsache, dass die Entwicklung vom Corona-Virus mich gestern echt genervt hat, dachte ich eigentlich, wäre es prima mir heute dahingehend nochmals Luft zu machen. Schließlich hat dieses Sch**ß-Virus seit heute Abend unseren Dänemark-Urlaub auf dem Gewissen.

Die Kids werden auch alle völlig kirre gemacht, erst heißt es ab Montag ist die Schule zu. 3 Stunden später ist sie doch erst ab Mittwoch dicht. Aber nein, es gibt auch noch andere Dinge über die ich schreiben möchte. Und diese Dinge sind positiver, schöner Natur.

Unser jüngster Spross ist 2 Jahre alt geworden. ( Ich hatte Euch in meinem letzten Beitrag darüber berichtet )❤Ich finde ja jeden Geburtstag unserer Meute, mega aufregend und werde dabei auch immer sehr sentimental.

Früher, als meine Große noch ganz klein war vielleicht 4/ 5 Monate, war ich so fasziniert und gleichzeitig sehr ängstlich. Sie lernte so schnell so viele neue Sachen. Es war erschreckend, oft hatte ich das Gefühl nicht hinter dieser rasanten Entwicklung her zu kommen. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mit 20 Jahren noch ziemlich jung war.

Vielleicht wissen ganz viele von Euch schon, dass so ein kleiner Mensch auch mental sogenannte “Entwicklungssprünge” durch lebt. Bei meiner Großen hab ich ein Buch mehr als gesuchtet. ” Oje, ich wachse!” von Franz X. Plooij. Es war mein stetiger Begleiter in jeder Situation, während ihrer Entwicklung, in der ich nicht weiter wusste. Jedesmal wenn ich das Gefühl hatte nicht zu wissen was mit meinen Baby los ist, ich Füttern, Wickeln, Kuscheln – alles schon versucht hatte und nichts half, nahm ich mir dieses Buch und verstand schnell, was das eigentlich Problemchen war. Das die Welt meines Baby´s einfach auf dem Kopf stand, weil es etwas neues gelernt hatte oder erst noch lernt.

Nichts desto trotz lernte ich irgendwie mich an ihre Entwicklung anzupassen. Sie lernte und ich zeitgleich mit ihr und über sie mit. Bei meinem 2. Baby war es nicht so extrem, aber auch da stellte ich zeitweise fest: ” Wahnsinn, wo war jz bloß die Zeit geblieben?”. Es ist eine großartige Zeit. Jeder einzelne Tag.

Mit unserer Jüngsten geht es mir wieder ähnlich. Durch ihre beiden großen Schwestern profitiert sie natürlich von all den Dingen die ihre Schwestern nunmal schon können und eben auch davon, dass sie, wann immer sie Hilfe benötigt, diese auch bekommt.

Das kann auch von Nachteil sein. 😉 Manche Worte greift das kleine Püppchen sehr schnell auf, die vielleicht nicht unbedingt aus ihrem Mündchen kommen sollten. Bei unserer großen pubertären halbwüchsigen ist aktuell schon ein besonderer “Slang” in ihrer Sprechweise vorhanden, der von dem Baby natürlich sehr gern auch imitiert wird.

Trotz aller kleinen und größeren Eskapaden sprachlicherseit, ist es einfach mehr als faszinierend wie schnell sich dieses kleine Wesen entwickelt. War sie doch vor einigen Monaten nur knappe 54 cm groß. So winzig und total unbeholfen. Heute gab es das erste Mal großes Theater als sie ihre Strumpfhose anziehen (sie hatte sie sich ja auch alleine ausgezogen) und ich ihr helfen wollte.

Die Worte ” meins”, ” nein” , “haben” und ” bitte” sind schon gang und gebe, nur ein Wort blieb bisher noch in ihrem Köpfchen verborgen :” alleine!”. Unsere Größte hatte dieses kleine aber effektive Wörtchen schon relativ früh verinnerlicht. Alles, wirklich Alles konnte ” ALLEINE!” gemacht werden. Wutausbrüche, weil es dann doch nicht so funktionierte, waren da keine Seltenheit. Bei Miss Middle war es ähnlich. Wie oft stand ich ewig mit ihr im Flur und schaute zu wie Schuhe falsch herum und Jacken von vorne nach hinten ” alleine!” angezogen wurden.

Rückblickend grinse ich so vor mich her, wie niedlich diese Phase doch eigentlich ist. Schließlich ist das dass Alter in dem sie lernen eigene Entscheidungen zu treffen. Sie lernen sich selbst näher kennen, lernen zu zeigen, dass sie groß werden. Eine so schöne Phase haben die Kinder so selten. Auch wenn es für uns Eltern eine sehr unentspannte Phase ist.

Auch unser kleinster Spatz hält uns mit ihrem kleinen Dickkopf ordentlich auf Trapp. Sie sieht bei uns, für uns ganz alltäglich Dinge und greift sie sofort auf. Sieht, dass wir uns Schuhe anziehen um den Müll zur Tonne zu bringen. Wenn wir für sie Wasser oder Milch in einen Becher füllen wenn sie Durst hat, beobachtet sie uns natürlich auch dabei. Wenn wir Essen aus den Töpfen auf die Teller füllen beobachtet sie uns aufmerksam. Haare bürsten, Pirate füttern, Garfield streicheln usw.

All das macht sie nun auch. Sie will den Mülleimer mit einer Puppenwindel drinnen, raus bringen ( ich habe ihr extra einen kleinen sauberen Kosmetikeimer mit einer kleinen Mülltüte vorbereitet, damit sie die benutzte Puppenwindel nicht in den normalen Hausmüll wirft) , zieht sich ihre Schuhe alleine an und will quasi direkt los zur Tonne.

Sie füllt sich ihr Essen ( mehr oder minder ) alleine auf. Füttert unseren Pirate und will unbedingt Milch oder auch Wasser mittlerweile allein eingießen. Aber auch das Hände waschen, dass sie ja auch bei uns aktuell sehr häufig beobachtet, führt sie mit Vergnügen mit unserer Hilfe aus.

In manchen Situationen trägt dieses selbstbestimmte Verhalten aber auch durchaus zu Diskussionen oder kriegsähnlichen Szenarien bei.

Manchmal hilft: nur kühlen Kopf bewahren

Eine kleine Tipp-Liste

Manchmal hilft nur: kühlen Kopf bewahren. Ich persönlich muss immer wieder feststellen, auch mit den beiden Größeren Mädels im Laufe ihrer Entwicklung, dass ich Dinge in meiner Herangehensweise verändern muss. Hier eine kleine Liste mit Tipps, die ich auch selbst immer wieder anwende, wenn es auch nicht immer von Erfolg gekrönt ist:

  • Zeitpuffer einbauen: Früh ist das auch für mich nicht immer leicht, aber oft hilft es ungemein schon 30 Minuten statt nur 10 Minuten, vor dem aus der Tür gehen, das Anziehen zu beginnen.
  • Kompromisse eingehen: Ja, das ist immer einfacher gesagt als getan, besonders wenn die Zeit knapp ist. Aber es wirkt tatsächlich Wunder. Möchte der kleine Winzling lieber alleine die Schuhe anziehen? Dann erklär dem kleinen Menschen, dass ihr dann aber schon alles andere anzieht und Mäuschen sich dann die Schuhe allein anzieht. So hat Mama oder Papa in währenddessen die Möglichkeit sich selbst schon fertig zu machen.
  • Alternativen finden: Einkaufen mit dem Knirps ( zum Beispiel), der eigentlich selbst den Wagen schieben möchte. Die großen Einkaufswagen sind so sperrig und lassen das kleine Geschöpf gern zur Weißglut bringen, wenn er sich nicht dahin schieben lässt wo er hin soll. Aber zum Glück gibt es in den meisten Filialen diese kleinen Kindereinkaufswagen. Perfekt!
  • Machen lassen: Das ist mein wichtigster Tipp! Lasst die Mäuse einfach machen. Sie möchten alleine ihr Essen auffüllen? Seit mit Argusaugen an der Seite eures Sprosses und unterstützt es wenn es Hilfe braucht, bis das der Fall ist, lasst sie machen. Sie wollen und sollen auch lernen selbstständig zu werden. Sie sollen wissen, dass wir sie in allen Belangen unterstützt werden, wenn sie das möchten. Das gehört nunmal zur ihrer Entwicklung dazu.

Aber bitte achtet immer darauf, dass die Situation in der die Hasen etwas alleine machen wollen nicht gefährlich werden kann. Ich persönlich lasse sie zum Beispiel in keinsterweise irgendwelche Stromkabel ans Netz anschließen, genauso im Straßenverkehr. Beim Straße überqueren entscheide ich wann wir rüber gehen können.

Wie seht Ihr das? Habt ihr noch weitere Tipps wie man entspannt durch die Trotzphasen unserer lieben Kleinen kommt?

Ich freu mich über Eure Tipps, Kommentare und Hinweise.

in diesem Sinne macht chic Ihr Lieben

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