Entwicklung

Trotzphase mit Lady Nr. 2

Wahrscheinlich kennen viele Mami´s die sogenannte Trotzphasen. Man sagt alle 3 Jahre kommt eine dieser gefürchteten Phasen. Aber wie kann man am besten damit umgehen? Was steckt eigentlich dahinter und wie hält man sie am besten aus?

Eine neue Trotzphase zeigt sich

Vor kurzem ist unsere mittlere Tochter genau in eine solche Phase hinein gerutscht. Sie flucht, bockt, trampelt die Treppe hinauf und schmeißt die Türen. Für uns Eltern eine aufregende, aber vor allem auch aufreibende Zeit.

Das tückische: man sieht diese ausartenden Situationen nur selten vorher kommen.

Ein Beispiel

Ein Beispiel. Madam kommt von der Schule, begrüßt mich, erzählt kurz von ihrem Schultag, übergibt mir noch eine kleine Bastelei und schmeißt sich im Anschluß direkt vor den Fernseher. Die Tasche liegt in der Mitte des Flures, die Brotdose und Trinkflasche verweilt weiterhin in der Tasche und an die häuslichen Aufgaben ist gar nicht erst zu denken.

Nach dem ich sie mehrfach an diese ihr bekannten Aufgaben ( bekannt, weil sie sie jeden Tag erledigen soll) erinnere, nimmt sie ihre Tasche und geht hoch in ihr Zimmer. Und genau dort bleibt sie auch. Brotdose und Trinkflasche dürfen nach wie vor im Täschchen verharren und die häuslichen Pflichten bleiben ungetan.

Einige Minuten später rufe ich sie wieder zu mir runter und frage, was sie denn jz in ihrem Zimmer täte. Die Antwort:” Ich höre Musik und spiele.” An sich habe ich nichts dagegen, nur haben wir vereinbart, dass erst ihre Aufgabe erfüllt wird und dann kann sie ihren Nachmittag verbringen wie sie mag.

Und urplötzlich gehts los…

Also rege ich sie noch einmal dazu an, ihre Aufgabe doch bitte erst zu erledigen, damit sie dann spielen kann. Ein Augenrollen, ein gebrummtes ” booaaah!” und schon geht es los. Prompt Stampft sie bockig die Treppe hoch und reißt ihre Zimmertür auf um ihren Alexa-Dot verstummen zu lassen. Polternderweise Schnappt sie sich einen Wäschekorb und lässt ihn scheppernd auf den Boden fallen.

In den nächsten Minuten hört man immer mal wieder ein Brubbeln und Schimpfen, wie gemein das doch wäre und das sie sich wie eine Sklavin fühle. All unsere Beschwichtigungen, welche wir jedesmal von uns geben, dass wir als 5-köpfige Familie nunmal alle einen Teil zum Haushalt beitragen müssen, ist in diesem Moment komplett vergessen.

Manchmal kommen dann auch Selbstzweifel

Dies ist nur ein Beispiel von gefühlt hunderten in einer Woche. Täglich gibt es Momente wo ich denke, bin ich wirklich gemein und sollten unsere Kinder wirklich weniger machen müssen? Dann aber denke ich mir widerrum, mittlerweile sind die beiden Großem Mäuse tatsächlich in einem Alter in dem sie sich beteiligen sollten. Ich musste schließlich in meinen Kindheitstagen auch meinen Teil dazu beitragen, dass unser zu Hause ordentlich ist.

Nun ja. Da muss ich als Mama wohl durch und konsequent bleiben. Aber was steckt denn nun hinter diesen Wutausbrüchen, genannt Trotzanfälle?

Trotzverhalten an sich ist ein Teil menschlichen emotionalen Erlebens. Das sogenannte Trotzverhalten beginnt bereits in den ersten Lebenswochen und begleitet uns dann bis ins hohe Alter. Demnach “trotzen” auch alte Menschen manchmal. Das Trotzverhalten hat immer eine Ursache bzw einen Grund. Die Trotzphase wird auch autonome Phase genannt. Kinder lernen in dieser Phase bewusster mit ihrer Wut umzugehen.

 

                                                          

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Wie ich merke, dass es gleich eskaliert und wie ich damit umgehe

Ich selbst merke, dass bestimmte Situationen eskalieren, wenn meine Lady sich nicht verstanden füllt oder sie einfach keine Lust hat.

Ich selbst lerne immer wieder dazu, wie ich mit einem Wutausbruch umgehen kann. Es gibt Momente in denen ich merke jede Beschwichtigung, jeder Kompromiss bringt nichts, dann muss ich eben mein Kind bocken lassen und daneben sitzen. Es tut weh. Aber ich bin da, wenn mein Kind sich wieder “einkriegt”. Wenn ich merke, dass sie sich etwas beruhigt hat, reiche ich ihr meine Hand und ich nehme sie in den Arm und sie kann sich vollends beruhigen. So oder so ähnlich war es früher, als meine beiden Großen noch in Windeln vor mir saßen.

Mit ihren 8 Jahren, sieht es etwas anders aus. Wenn ich erkenne, dass ich mit Konversation nicht an sie heran komme, weil sie schlicht und ergreifend “dicht” macht, lasse ich sie in ihrem Zimmer in Ruhe. Höre ich nach ein paar Minuten kein Meckern oder Schimpfen mehr, gehe ich zu ihr und frage ob sie sich wieder beruhigt hat. Dann reden wir meist in Ruhe noch einmal über das eigentlich Problem. Wie sie die Sache sieht, aber auch wie ich sie sehe.

Fazit zum Thema Trotzphase

Also im Großen und Ganzen muss man als Elternteil immer einen Kompromiss finden. Sowohl bei den Kleinen als auch bei den Großen. Mit allem Schimpfen und Meckern kommt da leider nicht weiter. Diese Erfahrung musste ich leider auch erst machen. Aber je weniger man sich selbst darüber aufregt, weil es einfach zum Groß werden dazu gehört, desto ruhiger lebt man als Familie auch zusammen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen ruhigen Tag und viele Entspannte Momente mit den Trotzköpfen zu Hause. ;o)

Macht es chic und lasst Euch nicht ärgern.

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